C – Nicht ohne meinen Körper – Körperfokussierte Arbeit in der Ego-State-Therapie – 09./10./11. Juli 2027 – Hybrid
Inhalt:
Körperpsychotherapeutische Ansätze stellen einerseits eigenständige psychotherapeutische Verfahren dar, andererseits begleiten sie viele Therapieschulen, die sich von ihnen inspirieren lassen und die körperfokussierte Arbeit integrieren. Dies trifft natürlich auch für die Ego-State-Therapie zu. Ego-State-Therapie geht nicht ohne Körper!
Zum einen bietet der Körper einen wichtigen Zugang zu Ego-States und ist somit eine der Säulen der Kontaktaufnahme. Zum anderen wird mittels Körperarbeit das Erreichen wichtiger Behandlungsziele effektiv gefördert, zum Teil überhaupt erst ermöglicht. Die Stärke liegt in der Integration der Körperarbeit in psychotherapeutische Gesamtbehandlungskonzepte. Dies zeigen u.a. sehr eindrucksvoll die jüngsten Entwicklungen in der Traumatherapie. Der Körper kann ebenfalls als ein Vermittler zwischen uns und dem Inneren unserer Patient/innen angesehen werden, ein Vermittler mit einem Eigenleben. Die körperfokussierte Arbeit in und mit der Ego-State-Therapie lässt sich sehr gut in einem breiten Behandlungsspektrum anwenden und bietet viele Möglichkeiten unabhängig vom Störungsbild.
Im Spezialseminar werden mehrere körperfokussierte Konzepte aufgegriffen: Somatic Experiencing (P. Levine), Konzepte aus der Bindungsforschung (K.H. Brisch), Konzepte aus der Arbeit mit frühkindlichen (bis hin zu peri- und postnatalen) Prozessen, Konzepte der Ideomotorik und Ideosensorik (Hypnotherapie) sowie stimulationsbasierte Konzepte. Körperfokussierte Konzepte sind im gesamten Behandlungsverlauf der Ego-State-Therapie relevant, ermöglichen erstaunliche Fortschritte und öffnen Türen zu neuen, Weg bereitenden Erfahrungen unserer Patient/innen. Sie sind zum großen Teil leicht erlernbar, sehr flexibel einsetzbar und bieten sich hervorragend als Selbsthilfestrategien. Ein wichtiger Vorteil ihrer Anwendung besteht in der Unmittelbarkeit der Wirkung.
Methoden:
Im Seminar wird den Teilnehmer*innen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Arbeit mit verletzten Ego-States praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Die Vorgehensweisen sollen anhand eigener Themen der Teilnehmer*innen demonstriert werden. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte dieser Thematik unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.
Referent:
Dr. phil. Dipl.-Psych. Kai Fritzsche arbeitet als Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt der Behandlung von Traumafolgestörungen. Er ist Leiter des INSTITUTS FÜR KLINISCHE HYPNOSE UND EGO-STATE-THERAPIE (IfHE), zertifizierter Trainer für Ego-State-Therapie, sowie Gründungsmitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Ego-State-Therapie (EST-DE). Kai Fritzsche stellt die Ego-State-Therapie auf verschiedenen nationalen und internationalen Kongressen vor und entwickelt sie weiter. Er organisiert und leitet Ausbildungsseminare und Supervisionsveranstaltungen für Ego-State-Therapie und ist ebenfalls als Autor tätig.
weitere Informationen:
Das Seminar ist durch die Ego-State-Therapie Arbeitsgemeinschaft Deutschland (EST-DE) sowie durch Ego State Therapy International (ESTI) anerkannt.
Das Seminar ist zusätzlich im Rahmen der Fortbildung in Klinischer Hypnose von der M.E.G. als „C-Seminar“ anerkannt.
Die Seminarzeiten sind:
Fr 13.30 – 20.30 Uhr
Sa 9 – 17 Uhr

